Die Grafen im Netz

28.02.-07.03. 2010

Kramsach (A)

Schiurlaub in Tirol
Hier sind die Reiseberichte
28.02.2010 Unser Wecker läutet heute schon um 04.30, so können wir bereits um 05.15 den Wohnwagen in der Lobau anhängen und um genau 05.34 starten wir bei Kilometerstand 37 692 in Richtung Tirol. Am Ölhafen gibt’s noch einen Reifendruckcheck und dann geht’s wirklich los. Es ist so gut wie kein Verkehr und so sind wir bereits um 08.20 in Linz (Kilometerstand 37891) Danach möchten wir gerne eine Kaffeepause einlegen, jedoch sind am Sonntag alle größeren Parkplätze mit LKW’s belegt. Erst am Voralpenkreuz bekommen wir einen Parkplatz auf dem wir auch Platz haben. (auch wenn er nicht ganz legal ist) Um 09.10 fahren wir weiter. Nach wie vor sind die Straßen sehr sehr ruhig. Wir passieren um 10.20 bei Kilometerstand 38 019 Salzburg und schon geht’s ab nach Bayern. Selbstverständlich müssen wir wie immer am Chiemsee pausieren (ich glaube Toni traut sich dort gar nicht mehr vorbei zu fahren). Dort gibt’s unser obligatorisches Picknick (diesmal mitgebrachte Schnitzelsemmeln) und einen kleine Rundgang zum See. Es ist sehr warm (für Februar) so können wir an einer Bank picknicken. Um 11.30 geht’s weiter. Wir fahren an Rosenheim vorbei und sind um 11.59 bei Kilometerstand 38125 wieder in Österreich. Nun ist es nicht mehr weit, so sind wir um 12.30 am Ziel. In Kramsach beim Campingplatz Seeblick Toni. Da wir ja vergangenes Jahr schon im Sommer einmal da waren finden wir unser Ziel sehr schnell. Nun müssen wir erkennen, dass die Rezeption von 12.00-14.00 geschlossen ist und das der von uns reservierte Platz Nummer 8 von einem PKW besetzt ist. So gehen wir vorerst ins Lokal am Platz auf ein Bier (Toni) und einen Kaffee (ich). Doch schon dort empfängt uns der Besitzer Toni sehr freundlich und sagt uns wir können uns aussuchen was wir wollen. So wählen wir den Platz Nummer 5, der eigentlich noch größer ist als der den wir ursprünglich wollten. Nun geht’s ans aufbauen. Es hat frühlingshafte 19°, jedoch ist das Zelt aufbauen diesmal auf Grund von starken Windböen etwas mühsam, dann ständig fliegen Zeltteile nicht dorthin wo wir wollen. Doch wir schaffen es, unser Wintervorzelt steht und wird noch mit Sesseln und Tisch sowie Heizung eingerichtet. Nun werden noch die restlichen Dinge wie Wasser, WC, Strom, TV und sonstige Dinge installiert und nach einiger Zeit sind wir fertig und wissen wieder einmal wie gemütlich es in unserem Wohnwagen ist. Nun machen wir noch einen Campingplatzrundgang (um zu wissen was die anderen so alles haben), dann geht’s unter die Dusche und anschließend wie an jedem ersten Urlaubstag ins Restaurant zum Essen. Zum Duschen wäre noch zu sagen dass dies hier Luxus pur ist- jede Duscheinheit besteht aus Dusche, Waschtisch, Stromanschluss, WC und ausreichend Ablageflächen. Einige sogar mit Badewanne und alles super sauber. Im Restaurant haben wir heute folgendes gewählt: Toni eine Tomatencremesuppe und Tirolergröstel und ich eine Zwiebelsuppe und Lauchspeckstrudel. Alles war köstlich aber das wussten wir ja schon aus dem vergangenen Jahr. Dann habe wir noch ein bisserl fern geschaut (dazu wäre zu erwähnen, dass wir eine neuen größeren Fernseher bekommen haben, da in unserem großen Wohnwagen unser Campingfernseher zu klein geworden ist) Anschließend sind wir froh in unser gemütliches Bett fallen zu können. 01.03.2010 Unser Wecker läutet um 07.30, der erste Blick aus dem Fenster zeigt bereits jetzt strahlenden Sonnenschein. Wir stehen auf, trinken Kaffee und frühstücken (Toni hat frisches Gebäck vom Geschäft am Campingplatz geholt). Um 09.30 fährt unser Schibus los ins Alpbachtal. Eigentlich wären es nur 11km, allerdings holt der Bus noch von diversen Hotels Gäste ab, so dauert das fast 45 Minuten. Aber wir sind ja im Urlaub und haben Zeit und außerdem sind wir froh die sehr steilen kurvenreichen Strecken nicht selbst fahren zu müssen. Dann geht’s los. Noch schnell den 5 Tage Schipass gekauft (um 133.- pro Person) und schon sitzen wir in der Gondel auf den Hornboden. (1860m) Den ganzen Tag erfreuen wir uns an strahlendem Sonnenschein und schönen Pisten. Außer die Talabfahrt ist schon sehr matschig, immerhin hat es im Tal 19°. Mittags kehren wir in der Almhofhütte ein und stärken uns bei einer Gulaschsuppe (Toni) und bei einer Speckknödelsuppe (Ich). Natürlich können wir dabei auf der Sonnenterrasse sitzen, die Gegend rundherum ist eigentlich schon fast kitschig. Unser Bus fährt um 15.30 zurück und so können wir danach noch vor dem Wohnwagen in der Sonne Kaffee trinken. Nach einer angenehmen Dusche und ein bisserl relaxen kochen wir heute Linsen mit Waldviertler Würstel. 02.03.2010 Als unser Wecker wieder um 07.30 läutet zeigt sich der Himmel sehr bewölkt, allerdings sind noch alle Berge klar erkennbar. Nach dem Frühstück geht’s wieder mit dem Schibus los. In Alpbach angekommen wird der Himmel immer heller und die Sonne kämpft sich durch. Es ist toll zum Schifahren und da es etwas kälter ist, ist auch die Talabfahrt nicht mehr so matschig. Abwechselnd fahren wir am Hornboden, am Gmahkopf und auch auf den höchsten Punkt das Wiederberger Horn. (2000m) Gegen Mittag zieht es dann rundherum zu und es beginnt zu schneien. Da machen wir dann Mittagspause in der Dauastoaalm. Wir genießen Germknödel (Toni) und Kaspressknödelsuppe (Ich). Kaum sind wir mit dem Essen fertig reißt der Himmel auf und die Sonne knallt aus allen Richtungen wieder herunter. So können wir noch wunderbar Schi fahren, allerdings wird es wieder immer wärmer und die Talabfahrt ist auf Grund der Wärme sehr sehr anstrengend. Weil wir sooo super Schi gefahren sind und unser Bus noch nicht da ist, bekomme ich einen Glühwein an der Talstation und Toni eine Schnaps. Als wir wieder am Campingplatz sind fährt Toni noch mit dem Auto ins Tal um Salat fürs Abendessen zu holen. Heute gibt’s Putengeschnetzeltes mit Reis und grünen Salat. Nach ein bisserl fernsehen gehen wir bald schlafen. 03.03.2010 Der Tag beginnt wieder mit strahlendem Sonnenschein und 4°. Nach einem guten Frühstück (wie immer mit frischem Gebäck aus dem Campingshop) sind wir pünktlich an der Rezeption und schon bald bringt uns der Schibus wieder ins Alpbachtal. Heute fahren wir gleich zu Beginn hinüber auf das Wiederberger Horn, und von dort dann mehrmals auch die Talabfahrt nach Inneralpbach. Dies dürfte aber ein Sonnenloch sein, denn hier ist der Schnee besonders matschig und daher sehr schwierig zu fahren. Gegen Mittag übersetzen wir wieder ins Schigebiet des Hornbodens wo wir dann auch um 13.30 in der Hornbodenalm einkehren. Ich bekomme wieder eine Speckknödelsuppe und Toni diesmal Spaghetti (er meint er braucht Kohlenhydrate) Erwähnenswert ist noch, dass die Übersetzung zwischen den Schigebieten mit relativ langen ebenen Wegen zu bewältigen ist. – daher der Kohlenhydrat!!! Am Nachmittag fahren wir dann noch einige Male die Pisten bei den Kohlgrubenliften, die wir bisher noch nicht entdeckt haben. Leider ist heute vermutlich auch aufgrund des Wetters sehr viel los- Unmengen an „Zwergerlschikursen“, das ist natürlich zeitweise etwas mühsam. Als wir dann am Nachmittag wieder auf unseren Bus warten, gibt’s noch einen Glühwein am Liftstüberl im Tal. Zurück am Campingplatz beschäftigen wir uns dann noch mit unseren Fotos und der persönlichen Ansichtskarten für Eltern und Kinder. Toni ist anschließend mit diversen Ver- und Entsorgungsarbeiten beschäftigt und dann wird gekocht. Heute gibt’s Makkaroni carbonara mit Chinakohlsalat. 04.03.2010 Als wir heute aufwachen muss ich feststellen: Ich bin: 1. kraftlos 2. müde 3. demotiviert 4. die Berge sind vor lauter Wolken nicht sichtbar und 5. der Wetterbericht ist schlecht Daher gibt’s heute einen schifreien Relaxtag. So frühstücken wir heute besonders lang und ausgiebig und nach Abwaschen und ein klein wenig Hausarbeit (aber nur ganz wenig), fährt Toni fort um Glühbirnen zu besorgen (sonst sitzen wir bald im Finstern) und ich genieße das Nichtstun, Zeitung lesen, etc. Der Wetterbericht hatte recht es ist besonders trüb und bewölkt. Als Toni wiederkommt hat er nicht nur Glühbirnen besorgt, sondern auch einen Topfenstrudel für die Jause und unser obligatorisches Souvenir- ein Stamperl aus Kramsach. So wird heute der Rest des Tages nur gefaulenzt, kurze Zeit haben wir über einen Spaziergang nachgedacht, allerdings ist es nun eisig kalt geworden, und wir genießen die Wärme im Wohnwagen. Am Abend kochen wir heute Knödel mit Ei und Gurkensalat. 05.03.2010 Nun ist es soweit, der Winter hat Tirol erreicht. Es schneit und schneit und schneit. Als wir pünktlich beim Schibus stehen, müssen wir erkennen, dass wir die einzigen sind die heute Schi fahren gehen. Aber schon am Weg nach Alpbach wird’s immer heller und heller. So gibt’s heute einen Schitag mit einem Wettermix von Sonne, Schneefall, eisiger Wind, Nebel und wieder Sonnenschein. Allerdings sind die Pisten durch den Neuschnee traumhaft zu fahren. Mittagspause machen wir heute wieder auf der Hornbodenalm bei Folienkartoffel mit Sauerrahm. Den Nachmittag verbringen wir dann ausschließlich am Hornboden und fahren jeweils die Talabfahrt, da hier am wenigsten los ist und uns die Piste am besten gefällt. Oben sind heute überall Schirennen der diversen Schikurse. Der Nachmittag ist heute noch besonders sonnig, allerdings weiterhin bitterkalt. Dann ist es soweit, unser Schibus fährt diesmal zum letzten Mal mit uns nach Kramsach. Gegen Abend beginnt es wieder stärker zu schneien, da ist es im Wohnwagen natürlich besonders gemütlich. Nach einer angenehmen Dusche gibt’s heute Weißwürste mit Gebäck und Salat. 06.03.2010 Heute läutet einmal kein Wecker, trotzdem wachen wir wie die ganze Woche um 07.30 auf. Und was sehen wir sofort. Es dürfte die ganze Nacht geschneit haben und schneit noch immer. So frühstücken wir zuerst einmal ausgiebig. Heute einmal Schinken-Käse Toast. Danach beginnen wir schon ein bisserl mit Aufräumungsarbeiten. Ich schaue mir die Weltcupschirennen an, und nebenbei reinige ich diverse Kasterln im Wohnwagen, während Toni draußen beschäftigt ist und stündlich Auto, Wohnwagen und Zelt abkehrt. Es schneit noch immer ganz besonders dicke Flocken. Am Nachmittag bauen wir dann das verschneite, vereiste Zelt ab und stopfen es so gut es geht in die Zeltkiste (muss dann erst zu Hause getrocknet werden). Abends gehen wir heute ins Campingrestaurant essen. Toni isst ein Paprikaschnitzerl und ich ein Cordon Bleu. Wie immer sehr gut und viel. Unseren letzten Abend verbringen wir noch gemütlich mit fernsehen. Übrigens es schneit noch immer. 07.03.2010 Abreise! Eigentlich wollen wir gerne zeitig losfahren, allerdings schneit es noch immer oder schon wieder, so gestalten sich die letzten Arbeiten (Entsorgung, Wasser ablassen, Gas dicht machen etc.) als schwierig wegen des vielen Schnees und der Kälte. So ist entweder die Autotüre eingefroren und geht nicht auf oder der Gaskasten lässt sich nicht schließen, überall hängen dicke Eiszapfen herunter. Aber wir schaffen es dann doch und dann kommt der Traktor und zieht uns den Wohnwagen aus dem Schnee. Der Besitzer ist so nett und schleppt den Wohnwagen bis zur geräumten Bundesstraße. Wir fahren hinterher und können dann um 09.40 endlich anhängen und bei km Stand 38233 losfahren. Nun hat es auch endlich zu schneien aufgehört und schon nach 4km sind wir auf der geräumten, salznassen Autobahn und die gesamte Fahrt verläuft problemlos. Wir erreichen um 10.15 bei km Stand 38261 Deutschland und sind um 12.00 bei km Stand 38400 sind wir in Mondsee. Dort machen wir eine Kaffeepause und nehmen uns dann für die Weiterfahrt je eine Leberkäsesemmel mit. Um 12.34 fahren wir weiter. St.Pölten passieren wir um 14.37 bei km Stand 38587, machen nochmals eine kurze Pause und sind dann schon sehr bald in der Lobau zum Abstellen des Wohnwagens. Noch schnell den Kühlschrank ausräumen und um 16.15 sind wir bei km Stand 38695 zu Hause. Resümee:  Ein sehr langer Urlaub: sind wir doch im Frühling nach Tirol gefahren (+19°) und im Winter zurückgekommen (-4°)
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