Die Grafen im Netz

29.05.-06.06. 2010

Balatonakali (H)

Kurzurlaub am Plattensee
Hier sind die Reiseberichte
29.05.2010 Nachdem wir in den vergangenen Tagen unseren Wohnwagen bereits eingeräumt haben und ihn von unserem Platz in der Lobau zum Parkplatz gezogen haben, starten wir unseren Urlaub am Samstag um 14.20 bei strahlendem Sonnenschein. Sehr flott und mit sehr wenig Verkehr geht’s über die A23 und die A3 bis wir um 15.30 in Nickelsdorf am Grenzübergang ankommen. Wir kaufen eine Vignette um 12 Euro für 10 Tage und fahren weiter, bis wir kurz nach Györ die Autobahn verlassen. Nun geht’s über die recht schlechten ungarischen Bundesstraßen, und um 18.15 sind wir an unserem Ziel, dem Camping Levendula in Balatonakali. Die ganze Fahrt über war es wahnsinnig heiß, sogar die Klimaanlage läuft auf Hochtouren und kurz vor unserem Ziel hat der Himmel zugezogen und kaum haben wir unseren vorreservierten Stellplatz Nummer 35 erreicht beginnt es zu regnen. So haben wir im Regen aufgebaut und bis alles so war wie wir es gerne haben, war es auch schon 20.30 und wir gehen ins Lokal am Campingplatz essen. Toni isst Paprikahuhn mit Spätzle und ich eine gebackene Gänseleber. Es hat uns wunderbar geschmeckt und als Nachspeise gibt’s noch einen Barack. Nachdem wir dann noch ein bisschen vor dem Wohnwagen sitzen können (inzwischen regnet es nicht mehr) gehen wir schlafen. 30.05.2010 Schon um 7.30 sind wir ausgeschlafen und trinken Kaffee. Toni ist nun noch ein wenig mit den restlichen Aufbauarbeiten beschäftigt (am Motorrad wieder alles montieren und der neue Griller zusammengebaut). Danach holt er Semmeln vom Geschäft am Platz. Sehr „lätscherte“ Semmeln als wären sie von vorvorgestern. Wir frühstücken trotzdem gemütlich bei schon 20° und Sonnenschein. Um 10 Uhr als die Sonne noch mehr runter knallt starten wir mit dem Motorrad. Wir fahren nach Veszprem. Veszprem liegt ca. 45 km vom Balaton entfernt in Richtung Österreich und hat 62.800 Einwohner. Wir machen einen historischen Rundgang in der Altstadt bei der Burg, Kloster und diversen Kirchen. Am Ende des Burgplateaus stehen die überlebensgroßen Skulpturen König Stephan I. und seiner Gemahlin Gisela von Bayern; ihnen zu ehren wurde die Kirche auf dem Burghügel geweiht. Auch steigen wir auf den Feuerturm. Eintritt 200 Forint pro Person. (Kurs dzt. 1000 forint = 4Euro) Vom Feuerturm kann man wundervolle Gegend genießen. Anschließend geht’s zurück, in Balatonfüred kaufen wir noch Salat fürs Nachtmahl und nachdem uns nun sehr dicke schwarze Wolken verfolgen sind wir besonders schnell am Campingplatz. Rundherum donnert und blitzt es, aber wir haben Glück und können noch bis 16 Uhr in der Sonne liegen. Ich lerne für meine Massageausbildung und Toni macht Siesta. Dann ist es auch bei uns soweit. Es donnert und blitzt und kurz danach schüttet es. Wir grillen heute abends Spieße mit Folienkartoffeln und Salat, doch nur das Grillen geht sich draußen noch aus, dann schüttet und stürmt es so stark, dass wir drinnen essen müssen. Um 20 Uhr ist aber alles wieder vorbei und man kann wieder draußen sitzen. Abends schauen wir noch ein bisserl fern und dann fallen wir in unsere sehr gemütlichen Betten. 31.05.2010 Als wir erwachen ist es eigentlich NUR bewölkt. So können wir draußen frühstücken. Heute Schinken-Käse Toast, doch schon kurz danach beginnt es fürchterlich zu stürmen und dieser starke Sturm bleibt uns den ganzen Tag erhalten. Wir müssen draußen alles wegräumen, denn sogar mein Fahrrad fliegt durch die Gegend. Wir heizen ein (im Wohnwagen hat es 16°) und machen es uns drinnen gemütlich. Gegen Mittag fahren wir dann mit dem Auto nach Balatonfüred um uns endlich einen Barack zu besorgen. Der ist auch nicht mehr so billig wie früher. (6 Euro eine kleine Flasche!!!!) Der Sturm wird immer stärker, zeitweise wackelt der Wohnwagen fürchterlich. Ein Stück eines Baumes auf unserem Platz hängt sehr gefährlich herab, so holt Toni Arbeiter die diesen mit der Kettensäge abtragen. Den Rest des Nachmittags verbringen wir im Wohnwagen ich vor allem mit lernen. Abends gibt es heute wieder gegrilltes aber gegessen wird im beheizten Wohnwagen (und das am 31.5.!!!!!!)- es kann ja nur besser werden …. 01.06.2010 … aber er wird leider nicht besser. Um 8 Uhr hat es 11°, weiterhin sehr starker Sturm und Regen. Sogar das Geschäft am Campingplatz sperrt heute nicht auf. Vermutlich weil sich niemand aus dem Wohnwagen traut. Wir überlegen was wir bei diesem Wetter tun können, allerdings das einzige ist im Wohnwagen zu bleiben. Kurzzeitig sind wir etwas frustriert, allerdings dann auch wieder sehr froh, dass wir nicht in einem Zelt sitzen müssen. Wir empfangen Radio Wien, wo gerade gesagt wird, dass es in Wien heute trocken ist, denn das „Tief“ hängt derzeit über Ungarn. (Das hätte uns niemand sagen brauchen) Als das Geschäft um 9Uhr noch immer nicht aufgesperrt hat, fährt Toni in den Ort um Brot und Gebäck zu besorgen. Gleich etwas mehr, denn wer weiß … Der Sturm wird immer stärker …. Nachmittags fahren wir mit dem Auto nach Balatonfüred (ca. 15km) wo wir aber auch nur in diversen Kaufhäusern herum bummeln. Mehlspeise für den Kaffee haben wir besorgt. Dann verbringen wir den restlichen Tag im Wohnwagen, eigentlich sehr gemütlich und warm und draußen stürmt und schüttet es den ganzen Tag. Ich komme mit meinem Anatomie lernen sehr gut voran (so hat das Schlechtwetter auch etwas Gutes). Wir trauen uns dann auch duschen gehen, allerdings hatte ich das Gefühl es hat schon „Minusgrade“. Schließlich werden die Sanitärräume im Juni nicht geheizt und das Wasser ist, offensichtlich aus Sparmaßnahmen, auch nur lauwarm. Abends gibt’s heute Spaghetti aglio olio mit Gurkensalat 02.06.2010 Leider müssen wir schon beim Aufwachen feststellen, dass sich am Wetter nichts verändert hat, es regnet und stürmt und hat 9°. Kurzzeitig überlegen wir in eine Therme zu fahren, allerdings ist die nächste 100km entfernt, so lassen wir es bleiben und verbringen noch einen Tag in unserem warmen Wohnwagen. Eigentlich auch sehr schön, reden wir uns zu mindestens ein. Nachmittags als es einmal eine ½ Stunde nicht regnet, ziehe ich mich sehr warm an und fahre mit dem Fahrrad in den Ort um Salat fürs Nachtmahl zu kaufen. Trotz Goretexjacke muss ich mich danach ordentlich aufwärmen. Abends kochen wir Knödel mit Ei. Auch Geschirr wird wieder im Wohnwagen abgewaschen, denn es schüttet fürchterlich. Aufs duschen verzichten wir heute!! 03.06.2010 Um 8 Uhr lacht die Sonne ins Fenster. Wir freuen uns, doch die Freude ist von kurzer Dauer. Kurz nach 8Uhr ist es wieder sehr bewölkt und kühl, allerdings trocken. So sitzen wir schon kurz nach dem Frühstück am Motorrad („angepamstelt“ wie im Winter). Wir fahren nach Kesztely (ca. 45km Richtung Süden). Kesztely wird die Hauptstadt vom Plattensee genannt. Wir bummeln über den Markt, durch die Fußgängerzone und besichtigen das Schloss. Dann kehren wir noch in einem Lokal ein, vor allem um aufs WC zu gehen. Es gibt nirgends die Möglichkeit gratis zu „pinkeln“. Ebenso gibt es in der ganzen Gegend keine Chance mit dem Motorrad stehen zu bleiben (außer bei der roten Ampel) ohne 350 Forint Parkgebühr zu bezahlen. Egal wie lange man stehen will. In noch keinem unserer Urlaube haben wir erlebt, dass man mit dem Motorrad fürs Parken bezahlen muss. Danach fahren wir nach Balatonfüred, bummeln durch den Hafen und die Strandpromenade. Natürlich sind uns auch zwei Stamperln „angesprungen“. Die waren allerdings wieder so billig wie noch nirgends. Dort gönnen wir uns noch jeder ein Langos. (Langos mit Sauerrahm, massenhaft Käse und Knoblauch = ca. 70 000kcal.) War eigentlich recht gut, allerdings haben wir jeder sicherheitshalber die Hälfte entsorgt aus Angst vor einer Magenkolik. Danach geht’s weiter auf die Halbinsel Tihany. Wieder fürs Stehen bleiben zahlen, dann sind wir zur Kirche hinaufgegangen und anschließend haben wir noch die diversen Souvenirstanderln angeschaut. Um ca. 16.30 sind wir wieder am Campingplatz, es ist weiterhin trocken geblieben, allerdings wieder zum Einheizen. Abends macht Toni Pizza in unserem neuen Griller. 04.06.2010 Wieder ein fürchterlich grauslicher Tag mit einem Mix aus Sturm, starken Wind, Regen, fürchterliches Schütten und alles bei max. 9°. Wieder ein Tag in unserem heiß geliebten Wohnwagen, allerdings haben wir nun schon genug davon. Nachmittags als es kurz einmal besser ist fahre ich eine Runde mit dem Rad aber es ist saukalt. Abends gibt’s Wurstsalat. 05.06.2010 Hurra, jetzt ist der Sommer da!! Vormittags fahren wir noch einmal nach Füred einkaufen und anschließend können wir einen wunderbaren Badetag am Strand des Balaton verbringen, allerdings schon unser letzter, denn morgen geht’s nach Hause. Nachmittags gönne ich mir noch einmal eine Massage am Strand (10 Euro für 1Stunde) und am Abend gehen wir ins Campingrestaurant um ein letztes Mal in Ungarn zu Speisen. 06.06.2010 Gleich nach dem Aufstehen beginnen wir mit diversen Abbauarbeiten, sitzen um 10.30 schon im Auto und fahren bei glühender Hitze nach Hause. Um 14.30 sind wir in der Lobau und hängen ab.
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