Die Grafen im Netz

27.12.2007-01.01.2008

Scharnstein (A)

Jahreswechsel 2007/2008 im Almtal
Nach oben
Hier sind die Reiseberichte
Gleich nach den Weihnachtsfeiertagen beschließen wir unseren Wohnwagen im Jahr 2007 zum 7.Mal auszuführen. (wie wird das dann im Jahr 1010???) Eigentlich war es ja eh geplant, denn ich habe Toni dieses Arrangement zum 50. Geburtstag geschenkt. Es beinhaltet: SILVESTER 2007 IM ALMTAL Silvester in der Campinganlage Schatzlmühle - ein Geheimtipp für Camper. Schwungvolle Silvesterparty am 31.12. mit Livemusik, Tanz, Feuerwerk und Buffet. Am Neujahrstag reichliches Frühstücksbuffet. Am 30.12. abends - Verkostung edler Brände und Infos zum Thema "Schnaps" durch den Bauer zu Brunn. Zusätzlich je nach Witterung Gemeinschaftsunternehmungen (Schlittenfahren, Eisstockschießen, Lang- oder Skilaufen). Gemeinsame Winterwanderung mit Treffpunkt beim berühmten Almtaler Raben Kraxi (Dr. Gertrude Drack = Rabengerti entführt uns in die Rabenwelt). Pauschalangebot EURO 152,-- für ZWEI PERSONEN Leistungen: 3 Nächtigungen (Stellplatz- u. Personengebühr, Tourismusabgabe, Abfallentsorgung, Kalt - Warmwasser, Strom (max. 10 kWh/Tag - darüber € 0,50 / kWh), Teilnahme an Silvesterparty, Schnapsverkostung, Begrüßungsgetränk, Neujahrsfrühstück. 27.12.2007 So starten wir um 7.45 in Wien, und ab geht’s nach Steinbrunn. Um 9.15. hängt der Wohnwagen am Haken und los geht’s. Da uns das Christkind heuer ein ursupertolles TomTom gebracht hat, können wir diesmal navigierend durch die Gegend reisen und währenddessen dieses tolle Gerät studieren. TomTom macht alles richtig und bringt uns um 13.25 an unser Ziel in Scharnstein/Vichtwang 1A/ Camping Schatzlmühle. Ein kleiner familiärer Campingplatz erwartet uns. Wir dürfen uns gleich einen Platz aussuchen und wurden auch schnell fündig. Von tiefstem Winter, viel Schnee und strahlender Sonnenschein werden wir hier begrüßt. Das tut vor allem gut, wo doch in Wien seit Wochen nur der Nebel dominiert. Wir beginnen mit dem Aufbau, alles funktioniert, nach 2Stunden stehen Vorzelt, Sesseln, Tisch, Kaffeemaschine, Wasserkocher und was wir sonst noch alles brauchen bereit. Zuerst kochen wir uns Kaffee und naschen die letzten mitgenommenen Weihnachtskekse. Derzeit hat es im Wohnwagen -2° und draußen -1°. So wird also einmal eingeheizt. Mit Wasser auffüllen wollen wir noch warten bis es im Wohnwagen etwas wärmer ist, und so machen wir zuerst einmal einen Winterspaziergang und erkunden die Gegend. Danach beginnt Toni mit der Wasserbefüllung. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, so inspiziert er die Therme. Und da war nun die erste Bescherung. Therme aufgefroren und zerplatzt. Überschwemmung unter unseren Betten. Toni muss diesen „See“ nun mit Wischtuch und Kübel auftunken. Anschließend baut er die Therme aus. Wir denken nun, wir haben Glück im Unglück, denn in Gmunden (10 km von hier) ist die Zentrale von Pusch-Wohnwagen. So rufen wir Kathi in Wien an, die uns Adresse und Telefonnummer aus dem Internet sucht. Also werden wir morgen, statt Schi fahren, Therme kaufen gehen. So gibt’s derzeit kein Fließwasser, aber es soll nichts Schlimmeres passieren. Nun gehen wir essen in dem Campingplatz angeschlossenem Gasthaus. Die Wirtin ist allerdings gerade bei der Massage so müssen wir eine ¾ Stunde warten. Aber da uns heute nichts mehr aus der Ruhe bringen kann, bekomme ich dann um 20.30 ein Hühner Cordon-Bleu und Toni Rindsgulasch mit Semmelknödel. Als wir uns dann so gegen 22 Uhr niederlegen wollen und ich vorher noch die Toilette aufsuche, muss ich feststellen, dass die Spülung nicht funktioniert. Was soll denn das nun???? Toni meint das eine kann mit dem anderen nichts zu tun haben, auf jeden Fall gehen wir nun schlafen, und schlafen auch erstaunlicher Weise sehr gut. (bevor ich einschlafe muss ich an den Film: „Geschenkt ist noch zu teuer“ denken! 28.12.2007 Um ca. 3 Uhr wie kann es auch anders sein, wird die Gasflasche leer!!!!! Zum Glück haben wir einen Stromradiator, so können wir die Temperatur zumindest bei 13 ° halten. Um 8.30 stehen wir auf, kochen Kaffee, ich hole die Milch aus dem Kühlschrank und muss erkennen, dass dieser ohne Licht ist. Was ist da schon wieder los??? Gleich rufen wir beim Pusch in Gmunden an, und eine besonders nette Dame am Tonband verkündigt freudig die Betriebsferien bis 8.Jänner!!!!! Der nächste Schock! Was sollen wir nun tun? Toni geht einmal in die Rezeption um die bestellten Semmeln abzuholen. Die Besitzerin des Campingplatzes ist sehr bemüht um unser Schicksal und telefoniert mit einem anderen Wohnwagenzubehör in der Nähe. Dieser erklärt sofort, dass er die passende Therme lagernd hat und verspricht in einer halben Stunde da zu sein. In der Zwischenzeit fährt Toni eine neue Gasflasche kaufen, denn es wird immer kälter und kälter. Der Mechaniker kommt pünktlich. Natürlich muss wieder der halbe Wohnwagen zerlegt werden, Bett ausbauen, Lattenrost raus etc. Der Wohnwagenmechaniker bestätigt sofort und beweist es auch, dass die Therme aufgefroren ist. Toni hat zwar vor dem Winter alles ausgelassen, allerdings die Ventile danach wieder geschlossen. Diese hätte man offen lassen müssen. So war das Restwasser in der Therme, das gefroren ist, und diese zum Platzen gebracht hat. Nun waren die beiden ca. 1 ½ Stunden beschäftigt. Ich ging währenddessen ins Kaffeehaus und lese die Zeitung, denn für mich war nirgends mehr Platz. Dann war es soweit, die Therme war eingebaut, aber sie funktioniert nicht. ebenso auch die Klospülung gibt keinen Ton von sich. Der Herr erklärt, dass dies nun irgendetwas mit dem Strom zu tun hat- eine Sicherung muss kaputt sein. Toni, als Elektriker, meint dies kann er selber tun, um nicht noch mehr Arbeitsstunden bezahlen zu müssen. Der Mechaniker verabschiedet sich, nimmt uns 100 Euro (ohne Rechnung) ab und fährt. Netto sind es für uns ja „nur“ 40 Euro, denn 60 Euro haben wir uns ja heute für die Liftkarte gespart. Nun ist es 13 Uhr und wir beschließen vorerst einmal zu frühstücken. Anschließend beginnt Toni nach der kaputten Sicherung zu suchen. In mehreren Kasterln unseres Wohnwagens sind Sicherungskästen und „Stromsachen“ untergebracht, so muss alles ausgeräumt werden um nach Stromfunktion zu suchen. Endlich um 14 Uhr hat Toni den Übeltäter gefunden. Eine kaputte Sicherung, die für Therme und Klopumpe, sowie Kühlschranklicht verantwortlich ist. Er fährt zur Tankstelle, kauft eine neue und um 15.00 funktioniert wieder ALLES!!!! Schifahren hat sich für heute erledigt, so fahren wir nach Grünau im Almtal, und auch zum Fuße des Kasberges, wo wir morgen (hoffentlich) Schi fahren werden. Anschließend machen wir noch einen Ausflug nach Gmunden, besuchen das Schlosshotel Ort und am Rückweg besorgen wir uns noch einen Salat. Um 17.30 sind wir zurück gehen in die sehr schönen und sauberen Sanitärräume duschen und kochen dann Spaghetti carbonara mit grünem Salat. Viel Aufregung hatten wir heute- aber mit gutem Ausgang. 29.12.2007 Der Wecker weckt uns um 7.30. Alles an unserem Wohnwagen funktioniert. Um 8.00 gibt’s die frischen Semmeln, und schon um 8.50 starten wir zum Kasberg. Als wir dort ankommen, müssen wir erkennen, dass wohl heute alle Österreicher und alle Tschechen hier Schi fahren wollen. Am Parkplatz werden wir schon von mehreren Parkplatzordnern auf einen freien Platz (und da gibt’s nicht mehr viele) gelotst. Von hier geht’s mit dem Shuttle-Bus zur Talstation der Kasbergbahnen. Nachdem wir dann ½ Stunde bei der Kassa angestellt waren, müssen wir nun nur mehr 25 Minuten bei der Gondel warten. Und so geht’s den ganzen Tag weiter. Dafür haben wir strahlenden Sonnenschein und oben +5°. (im Tal -7°) Aber Vergnügen ist das keines mehr. Bei jedem Lift bis zu 30 Minuten warten und auf den Pisten kaum Platz zum Schi fahren. Unmengen an Schikursen sind unterwegs und permanent hat man ein so kleines Schihaserl fast zwischen den Beinen. So beenden wir dieses nicht so tolle Erlebnis um 15 Uhr und fahren heim. Am Rückweg nehmen wir beim Zielpunkt wieder einen Salat mit, trinken dann noch Kaffee und beginnen nachdem wir auch noch duschen waren, mit dem Kochen. Heute gibt’s geröstete Knödel mit Ei und Chinakohlsalat. Um 19 Uhr gehen wir dann ins Campinggasthaus zum Begrüßungsdrink. Heute ist ja erst der erste Tag des Silvesterarrangement. Es gibt Glühwein, Punsch und Bäckerei und dabei werden alle organisatorischen Dinge für die nächsten beiden Tage erklärt. Ca. 20 Personen machen mit und so soll das Programm ausschauen: Sonntag: 14.30 Wanderung und Vorführung bei der bekannten Rabengerti 18.00 Schnapsverkostung Montag: 16.00 Eisstockschießen 20.00 Beginn des Silvesterabends mit Buffet, Musik und Tanz 00.00 Start ins neue Jahr im Freien mit Sekt und Feuerwerk Dienstag: Neujahrsbrunch ab 9.00 Um 21.30 gehen wir schlafen. 30.12.2007 Wir schlafen uns aus und frühstücken erst um 10.00 (herrlich!!) Anschließend starten wir nach Gmunden, erstens wollen wir noch eine Reservegasflasche besorgen und zweitens hatten wir vorgestern keinen Fotoapparat mit und möchten doch unbedingt das Schlosshotel Ort fotografieren. Anschließend geht es ins Almtal bis zum Almsee. Dort machen wir einen Spaziergang wie im Wintermärchen. (fast schon kitschig- so verschneit ist hier alles). Um 14.30 sind wir pünktlich am Platz zurück und starten mit allen anderen zur Rabengerti. Eine sehr interessante Vorführung der Raben und diese Frau die Verhaltungsforschung der Raben studiert hat erzählt sehr viel Wissenswertes und auch lustige Erlebnisse. Zum Abschluss hat sie für uns alle eine Früchtebowle auf der Terrasse vorbereitet. (und das bei -5°). Diese hat zwar gut geschmeckt, aber die Früchte mussten zuerst im Mund auftauen bevor man sie genießen konnte. Also eine sehr eisige Angelegenheit. Danach spazieren wir zurück und machen uns nun gleich das Abendessen um eine Grundlage für die Schnapsverkostung im Magen zu haben. (Specklinsen und Semmelknödeln stehen heute am Speiseplan) Um 18 Uhr geht’s schon los. Der Bauer zu Brunn, Hr. Maier ist schon da und hat alle seine Köstlichkeiten aufgebaut. Er hat neben der Schnapsbrennerei auch noch eine Forellenzucht, so liegen auf den Tischen Brötchen mit geräucherten Forellen in diversen Variationen bereit. Neben der Verkostung von unzähligen Bränden gibt’s zwischendurch auch sehr viel Informationen vom Brennen, diversen Vorgängen, Fruchtarten und auch die vielen Auflagen die die EU vorschreibt. Also wirklich informativ. Toni hat sich dann eine Flasche Apfelschnaps gekauft, meine Begeisterung vom Geschmack hat sich in Grenzen gehalten. Aber trotzdem ein netter Abend. Um 22 Uhr gehen wir schlafen. 31.12.2007 Die ganze Nacht sind Trommler unterwegs und trommeln auf das Dach unseres Wohnwagens. Auch in der Früh ist noch kein Ende in Sicht. Es schüttet immer wieder. Zudem hat es +3°, so muss bereits jetzt das Eisstockschießen abgesagt werden, denn die Bahn rinnt davon. Wir beschließen bei diesem Wetter es uns im Wohnwagen gemütlich zu machen. Gegen Mittag geht der Regen in starken, dichten Schneefall über. Sogleich ziehen wir uns an und machen einen Spaziergang entlang der Alm. Sogar die Sonne kommt gelegentlich zum Vorschein. Am Nachmittag machen wir dann noch ein bisserl Siesta und nach Körperpflege und „Styling“ geht’s um 20 Uhr zur Silvesterparty. Leider gibt’s wieder mal eine kleine Panne. die Musiker sind erkrankt und ebenso einige Campinggäste. So gibt’s nur eine kleine Runde mit Musik aus der Dose. Ein tolles kaltes Buffet hat die Wirtin vorbereitet und auch das Lokal hat sie silverstermäßig dekoriert. So erleben wir einen netten Abend, sitzen am Tisch mit einem bayrischen Ehepaar und den Besitzern. Um Mitternacht gibt’s dann draußen Sekt und ein Feuerwerk. Danach unterhalten wir uns drinnen noch ein bisschen und gehen dann um 1.30 in unseren Wohnwagen, da wir ja morgen fit sein wollen für die Heimreise. 01.01.2008 Um 8.30 stehen wir auf und beginnen mit dem Abbau. Alles wird wie immer ordnungsgemäß verstaut und das Wasser abgelassen. Nur bleiben diesmal ALLE VENTILE OFFEN!!!  Anschließend um ca. 11Uhr gehen wir dann zum Brunch, frühstücken sehr gut mit allem was dazugehört und bezahlen dann gleich auch unsere Rechnung. 178,50 Euro (zusätzlich zum Angebot haben wir ja noch zwei Nächte extra!) Um exakt 12 Uhr hängen wir den Wohnwagen an und starten nach Hause. 277 km bis nach Steinbrunn (16.20) und danach noch 55km bis nach Hause (17.20) Leider ist auch dieser Kurzurlaub viel zu schnell vorbeigegangen!!
Hier gibt es die Fotos