04.09.-24.09. 2010
Kötschach-Mauthen
Motorradurlaub in Kärnten
04.09.2010
Eigentlich wollen wir am Sonntag den 5.9. 2010 unseren Haupturlaub beginnen. Jedoch haben wir uns kurzfristig entschieden schon am
Samstag, den 4.9.2010 loszufahren. Am Freitag haben wir schon alles verladen, am Samstag geht Toni noch arbeiten und um 14.30 treffen wir
uns in der Lobau
. Wir packen noch das Fahrrad auf den Wohnwagen, und dann endlich einmal können wir zuschauen wie unser Wohnwagen von
ganz alleine aus seinem Parkplatz fährt. ( erstmals mit mover
!!!!!!!) Schon um 14.50 hängt er am Haken vom Bus bei km 43977 und los geht’s.
Sehr problemlos verläuft die Fahrt, allerdings ist das Wetter ständig wechselhaft zwischen, Regen, Wolken und Sonne.
Um 17.30 bei km Stand 4417 passieren wir Graz und kurz vor Kärnten beschließen wir nun einen Campingplatz zum Übernachten zu suchen.
Unser Navi führt uns (allerdings erst beim 2.Versuch - irgendwas war falsch eingegeben) zum Campingplatz Süd in St. Kanzian am Klopeinersee.
Eine sehr steile Böschung müssen wir zum See runter fahren und können gleich danach direkt am See stehen bleiben.
Es ist nun 19.15 km Stand 44304. Wir hängen gar nicht ab, besichtigen kurz den See und genießen dann im Wohnwagen unsere mitgebrachten
Fleischlaberln mit Tsatsiki und Brot. Schon bald fallen wir ins Bett.
04.09.2010
Um 7.00 erwachen wir ganz ohne Wecker, es hat 11°, aber es ist trocken. So packen wir alles wieder ein, was wir heraus geholt haben, bezahlen
(26.- !!!!! für einen sehr einfachen Campingplatz, wo die WC- Bretter verrostet sind und die Spülung nicht ordentlich funktioniert) und um 8.10
fahren wir bei starker Bewölkung und 11° weiter. Nun haben wir ja nur mehr 135 km vor uns und auch diese verlaufen ohne Probleme (außer
das wir 10 km hinter einem Traktor herfahren müssen) und so sind wir um 9.25 in Hermagor und um 10.30 an unserem Ziel in Kötschach -
Mauthen am Campingplatz Alpencamp.
Ein ganz besonders netter Campingplatzbesitzer (Sepp) empfängt uns und führt uns dann gleich zu unserem Platz mit der Nummer C1.
Super groß und super Komfort. (Sogar direkter Abwasseranschluss und Wasserzufuhr an der eigenen Parzelle (soviel Luxus hatten wir noch
NIE!!!). So haben wir mit dem Aufbauen begonnen. Und immer mehr kommt die Sonne durch, sodass unser Thermometer nach kurzer Zeit 44°
(in der Sonne) anzeigt. Viele Dinge sind nun wieder aufzubauen, damit wir es besonders schön und gemütlich haben. Um 16.00 ist es soweit und
wir sind fertig. Nun fahre ich nun mit dem Fahrrad in den Ort um Geld abzuheben (hier hat auch am Sonntag Spar, Lidl, Billa e.c.t. offen), und
Toni macht eine Runde mit dem Motorrad. Danach trinken wir noch Kaffee in der Sonne und dann gehen wir ins Gasthaus am Platz essen.
Toni isst Schweinsmedaillons mit Eierschwammerln und ich ein Cordon Bleu. Jeder ein Getränk das macht 32.- sind schon sehr westliche
Preise!! Anschließend machen wir es uns noch mit fernsehen im Vorzelt gemütlich und kurz darauf beginnt es zu regnen und hört auch vorerst
nicht mehr auf. Außentemperatur derzeit um 21.47 13°.
05.09.2010
Um 7.30 stehen wir auf. Es ist trocken aber sehr kalt (9°) Wir holen unsere am Vortag bestellten Semmeln ab und frühstücken ausführlich (mit
Schinken, Käse, Marmelade und weichem Ei). Um 10 Uhr haben wir eine Saunabesichtigung am Campingplatz, sehr beeindruckend und sehr
viel BIO. Anschließend starten wir bei 11° unsere erste Motorradausfahrt. Angezogen wie „Michelinmanderln“ verlassen wir das Gailtal und
begeben uns ins Lesachtal.
Wir fahren durch:
St. Jakob im Lesachtal - Liesing - St. Laurenzen im Lesachtal - Wiesen - Maria Luggau - Untertilliach - Obertilliach
dann über den Kartischen Sattel und weiter über Sulzenbach - St. Oswald nach Sillian
Die ganze Strecke ist sehr kurvig und immer sehr steil bergauf und bergab. Großteils nur eine Spur für beide Richtungen, was mit dem Motorrad
ja nicht so ein Problem ist. Es ist schweinekalt, nein eigentlich saukalt, sehr nebelig und die Straßen sehr nass. Allerdings von oben trocken.
Schon bald sind wir in Osttirol und nach 1 ½ Stunden kommen wir nach 50km in Sillian an. Endlich Sonnenstrahlen. Nun kehren wir am
Hauptplatz in ein Kaffeehaus ein. Toni trinkt Kaffee und ich einen Tee (hauptsächlich um mir am Häferl die Hände aufzuwärmen).
Gemeinsam gönnen wir uns eine Kardinalschnitte. Dann geht’s wieder zurück. Wir hoffen, dass auch nun im Lesachtal die Sonne Einzug
gehalten hat, doch leider, es ist genauso saukalt wie bei der Anfahrt. In Maria Luggau halten wir noch an um uns die Wallfahrtskirche anzuschauen
und ich, um mir am Motor die Hände aufzutauen. Ich kann mich nicht erinnern seit langer Zeit soooooooo gefroren zu haben. Um 15 Uhr sind
wir am Campingplatz, Toni fährt noch in den Ort um Salat zu kaufen, dann trinken wir noch Kaffee und machen einen Spaziergang am und rund
um den Campingplatz. Abends grillen wir chickenwings mit grünem Salat. Nun ist es 21.18 und es hat 11°, aber trocken.
Motorradkilometer 110
06.09.2010
Als wir um 9Uhr frühstücken hat es leider wieder nur 10° und rundherum tiefster Nebel. So werden wir heute etwas ohne Motorrad
unternehmen. So fahren wir mit dem Auto aufs Nassfeld (wieder der Name schon sagt sehr „nass“- allerdings kein Regen sondern ständiges
„Nebelreißen“)
Wir parken auf der Sonnenalpe (die Sonne scheint aber derzeit auf Urlaub zu sein) und marschieren auf die Tressdorfer Alm.
Dort ist eine Schaukäserei Es ist auch die Gipfelstation der Gondel mit dem Namen Millenniums express, die von Tröpolach aufs Nassfeld fährt.
Wir bezahlen 4€ Eintritt pro Person und können dann einen sehr interessanten Vortrag über das Käsen auf der Alm erleben. Zuerst per Video,
und dann vom Bewirtschafter der Alm persönlich. Alles mit Rohmilch, nix pasteurisiert. Dann verkosten wir noch im Bauernladen und kaufen
uns zwei verschiedene Käsesorten. Anschließend marschieren wir wieder zurück zum Auto, weiterhin sehr feucht.
Wir fahren nach Kötschach-Mauthen zurück, ich verbringe den restlichen Tag mit lesen (man kann sogar draußen sitzen, Sonne und Wolken
wechseln einander ab) und Toni geht ins Museum in Kötschach. (über den 1.Weltkrieg). Abends grillen wir wieder, diesmal Spieße.
07.09.2010
Der Tag beginnt mit Sonnenschein und sogar 15°. So wollen wir gleich nach dem Frühstück losfahren um die Sonne auszunutzen.
Sogar das Frühstücksgeschirr bleibt heute liegen. Eine Rundfahrt zum Weißensee haben wir heute geplant.
Wieder sehr eingemummt (die Sonne hat sich gerade verabschiedet) geht’s los diesmal nördlich von Kötschach-Mauthen:
über den Gailbergsattel (starkes „Nebelreißen“ 1570 Höhenmeter) nach Oberdrauburg, Dellach im Drautal, Berg im Drautal und Greifenburg
zum Weißensee (15% Gefälle) danach am Nordufer entlang bis Neusach (weiter geht’s nicht mehr- ist Naturschutzgebiet) wieder über
das Nordufer zurück, über den Kreuzbergsattel (viele besonders schöne Kurven) nach Weißbriach, Gitschtal nach Hermagor.
Nun beginnt es zu regnen, so suchen wir das nächste Kaffeehaus auf um den Regen abzuwarten. Nach 45 Minuten ist der Regen aber noch viel
stärker so treten wir eine sehr feuchte Heimreise an. Zum Glück sind es nur mehr 30km. Kaum am Campingplatz angekommen knallt die Sonne
vom Himmel. Hier dürfte es noch mehr geregnet haben. Unser Vorzelt gleicht wie schon öfters einem Biotop. Als wir reingehen steigt der
Gatsch nur so auf und unser neuer 100€ teure blaue Teppich ist nach kurzer Zeit dunkelbraun. Da Toni meine fürchterliche Verzweiflung
erkennen kann fährt er sofort ins Bauhaus um eine Unterlagsplane zu besorgen. Ist zwar nicht sehr umweltfreundlich für die Wiese aber
freundlicher für mich.
Ich gehe während dessen eine Stunde Radfahren. Weiterhin strahlender Sonnenschein. Als ich zurückkomme müssen wir nun das Vorzelt wieder
ausräumen. (Toni hat schon damit begonnen und leider ist zu dem vielen Gatsch auch noch eine Flasche Rotwein zu Bruch gegangen) Nun
müssen wir die Plane unter den „Gatschfussboden“ unterlegen. Danach noch den Teppich reinigen und wieder alles einräumen. Nun haben wir
wieder ein super sauberes Vorzelt und meine Psyche ist wieder in Ordnung. Da die Sonne noch immer scheint können wir noch bis 17.30
draußen sitzen. Heute kochen wir Spaghetti carbonara mit Gurkensalat und machen es uns in unserem Vorzelt gemütlich wo wir nun überzeugt
sind (bzw. hoffen), dass kein Wasser mehr eintreten kann.
Motorradkilometer 103
08.09.2010
Die ganze Nacht hat es abwechselnd geschüttet bzw. geregnet. Wir schlafen aber trotzdem gut. (kurz musste ich in der Nacht an den Urlaub im
Schwarzwald denken wo wir bei 4°C im Zelt saßen bzw. schliefen und rund um uns alle Wohnwagenbesitzer fest eingeheizt haben. – aber schön
war’s trotzdem) Als ich aufstehe kann ich mich überzeugen unser Zeltteppich ist nun dicht!!!JUBEL!!!
In der Früh hat es 13° aber es regnet noch immer. So haben wir heute besonders lange gefrühstückt und Zeitung gelesen.
Gegen Mittag beschließen wir mit dem Auto nach Villach zu fahren da nun unsere Kaffeemaschine (wie schon länger befürchtet) nun endlich
den Geist aufgibt). Im Gewerbepark von Villach finden wir keinen Elektrogroßmarkt, doch zum Glück haben wir als Telefonjoker unsere
Tochter, die uns nach kurzer Internetrecherche die Adresse vom Mediamarkt in Villach durchgibt. Und dort haben wir wieder Glück, denn ab
heute ist eine Vollautomatische Nespressomaschine im Angebot. 88€ plus 16 Kapseln (unsere die nicht vollautomatisch war hat vor 3Jahren 99€
gekostet).
So freuen wir uns und fahren wieder 80km nach Kötschach-Mauthen retour. Die ganze Fahrt im Auto strahlender Sonnenschein. Beim Bäcker in
Kötschach haben wir uns noch eine Jause besorgt und kurze Zeit später testen wir unsere neue Kaffeemaschine mit Heidelbeerstrudel.
Da die Sonne noch immer sehr stark scheint (in der Sonne dzt. 35°) beschließen wir noch eine Runde mit dem Motorrad zu drehen.
Um 15.00 fahren wir los, diesmal nicht so ganz „angebamstelt“ wie in den letzten Tagen.
Wir fahren auf den Plöckenpass (Monte Croce Carnico 1360 Höhenmeter) und auf der anderen Seite wieder hinunter nach Italien. Strahlend
blauer Himmel und alle Berge rundherum zum Angreifen nahe. Sehr sehr viele Kurven und auf der italienischen Seite auch viele Tunnels
teilweise mit Spitzkehren im Finstern bei 2,50 m Fahrbahnbreite. Das war (vor allem für mich mehr als Nervenkitzel) Als wir dann in der ersten
italienischen Ortschaft waren beginnt es zu regnen, so beschließen wir die Heimreise anzutreten. Wieder die teilweise gefährliche Straße retour,
am Gipfel der Grenze zwischen Italien und Österreich halten wir dann noch an um ein Stamperl beim Souvenirgeschäft zu kaufen. Leider gibt es
keines, außerdem finde ich es interessant, dass 1,5 Meter nach der Staatsgrenze kein Mensch mehr Deutsch sprechen kann. So sind wir dann um
17.20 wieder am Campingplatz gehen duschen, denn schon um 18.00 haben wir heute beim „Müllmann“ (Gasthaus neben dem Campingplatz)
einen Tisch reserviert für Schweineripperln mit frischem Brot, Kren und Senf incl. Hausmusik von einem Ziehharmonikaspieler. Es war wirklich
köstlich und ausreichend. Anschließend heizen wir unser Zelt noch warm ein und machen es uns gemütlich. Es hat nun (22.00) 12,2°C.
Motorradkilometer 50
09.09.2010
Sehr groß ist unsere Freude, dass um 8.00 schon die Sonne vom Himmel lacht. Allerdings hat es 8°C. Doch wir sind optimistisch, dass die
Temperatur noch ansteigen wird. So ist es auch und wir starten um 10 Uhr bei inzwischen 14°C zum Harley-Davidson Treffen an den Faakersee.
Da wir nicht nur die Bundesstraße nehmen wollen fahren wir parallel der Bundesstraße durch viele sehr kleine Ortschaften und über sehr viele
kleine und größere Berge (teilweise Wald bzw. Wanderwege.) Nach zwei Stunde Fahrt kommen wir an den Faakersee. Und was uns dort
erwartet ist unbeschreiblich. Der Faakersee ist nur gegen den Uhrzeigersinn und NUR für Motorräder befahrbar. Zig Tausende Motorräder in der
Kolonne fahren rund um den See. Kurz nach Egg am See machen wir eine kurze Pause schauen uns einige Standerln an, trinken etwas und dann
noch eine Runde in der Masse. Mit sehr viel Glück können wir dann kurz nach Faak am See einen Parkplatz ergattern. (freie Parkplätze auch für
Motorräder sind eine Seltenheit) So schmeißen wir uns in die Masse und durchstreifen das Festivalgelände. Unmengen an Ständen was
Motorrad betrifft, aber auch Unmengen an Fressständen. Auch Ausstellungen an gebrauchten und neuen Harleys gibt’s zu bestaunen. Allerdings
wird es immer heißer und heißer, was uns ja einerseits freut, allerdings sind wir zu warm angezogen. Dann gönnen wir uns noch ein Kebab und
gehen wieder zu unserem Motorrad. Wieder in der Masse rund um den See, bis wir dann endlich eine Abzweigung finden und raus kommen. Wir
fahren noch nach Villach, da ich leider auf der Anreise hierher den Gummi von meiner Fußraste verloren habe. Beim Louis in Villach gibt’s das
leider nicht, doch wird uns hier eine Adresse genannt wo wir dann fündig werden. Um 5€ bekomme ich eine neue Fußraste und dann können wir
den Heimweg nach Kötschach-Mauthen diesmal den kürzesten Weg antreten. Um 17.30 sind wir am Campingplatz, ich ziemlich erledigt aber
die Sonne scheint noch immer (nur für uns??). Heute abends grillen wir wieder einmal. Schweinesteak und Bratwürstel.
Wetterbericht für die nächsten Tage ist vorläufig sehr gut. Derzeit hat es um 21.00 9,5°C.
Motorradkilometer 190
10.09.2010
Um 8.00 stehe ich auf, es hat kühle 6°C, allerdings rund herum strahlender Sonnenschein und alle Berge sind zum Greifen nahe. So bin ich mir
sicher, es kann sich nur mehr um Stunden handeln bis es wärmer wird. Und so ist es auch. Ich lege heute eine Motorradpause ein. Ich erledige
nach dem Frühstück ein bisserl Hausarbeit, fahre mit dem Rad in den Ort um etwas einzukaufen und dann knalle ich mich in die Sonne solange
bis sie untergeht. Ich genieße das Lesen, Rätseln und nichts tun. Toni fährt währenddessen über den Plöckenpass nach Italien und von dort
wieder über das Nassfeld retour, dann noch zum Weißensee und über Oberdrauburg zurück nach Kötschach. Um 16.00 ist er zurück und wir
können noch gemeinsam beim Kaffee die Sonne genießen. Heute verwöhnt sie uns besonders lange. Erst um 18.30 verschwindet sie. Dann
gehen wir duschen und danach kochen wir, heute Eierspätzle mit Salat. Während die Eierspätzle in der Pfanne des Gasgrillers rösten wir das Gas
leer. So schließt Toni die Reserveflasche an. Und als wir dann am Abend noch fernsehen und gemütlich die Zeltheizung genießen wird auch
diese Gasflasche leer.
So haben wir es heute nicht so kuschelig warm im Vorzelt, allerdings haben wir zur eisernen Reserve noch die dritte Gasflasche, die in der Nacht
ihren Zweck erfüllt, für den Fall dass es eisig wird. Allerdings hat es dzt. um 21.00 10°, da denke ich werden wir auch ohne Heizung nicht
erfrieren.
Tonis Motorradkilometer 160
11.09.2010
Da der Wetterbericht hält was er verspricht können wir schon um 10.00 bei wirklich strahlendem Sonnenschein losfahren. Aufgrund des
traumhaften Wetters soll heute der Großglockner unser Ziel sein. Wir fahren über den Gailbergsattel nach Oberdrauburg, danach Richtung Lienz
und kurz davor biegen wir ab über den Iselsberg durch das Mölltal bis nach Heiligenblut. Schon sehr bald stehen wir an der Kassa der
Großglockner Hochalpenstraße bezahlen 18€ und los geht’s mit unzähligen anderen Motorrädern und Autos. Es ist zwar sehr viel Verkehr allerdings
geht’s zügig voran. Zuerst fahren wir auf das Kasereck (1911 Hm), dann aufs Schöneck (1953 Hm) und von dort auf die Kaiser Franz Josefs
Höhe (2369 Hm). Dort halten wir natürlich (mit uns Unmengen an anderen Motorrädern und Autos) gehen ein wenig die Pasterze entlang
schauen uns die Murmeltiere an und kaufen ein Stamperl. Dann geht’s weiter über das Hochtor (2504 Hm) zur Fuscher Lacke (2262 Hm),
zum Fuscher Törl (2428 Hm), zum Hochmais (1850 Hm), zum Pfiffkar (1620 Hm) und schon sind wir in Salzburg beim Wildpark Ferleiten.
Dort ist ein besonders nettes Lokal in dem wir uns stärken. (Toni bei einer Schwarzwälderkirschtorte und ich bei einer Kaspressknödelsuppe)
Danach geht’s die gleiche Strecke retour, nur dass wir nun auch noch auf die Edelweiß- Spitze hinauffahren. (2571 Hm) denn von dort ist der
Blick überhaupt gigantisch. Durch das weiterhin strahlende Wetter können wir, hat man das Gefühl, über alle Berge dieses Landes schauen.
Nun geht’s wieder retour nach Heiligenblut und kurz danach bei einer Raststation am Wasserfall gönnen wir uns noch einen G’spritzen bevor es
nach Kötschach Mauthen retour geht.
Resümee: 3x waren wir nun schon mit dem Motorrad am Glockner:
1. Mal im Juli 2007 (bei Null Grad und Schneefall)
2. Mal im August 2007 (bei starker Bewölkung und 10 °)
3. Mal heute im September 2010 ( bei kitschigem Sonnenschein und warmen Temperaturen)
Um 18.30 sind wir wieder am Campingplatz und heute gibt’s Spaghetti carbonara mit Gurkensalat.
Motorradkilometer 222
12.09.2010
Toni führt mich nach Villach. Villach-Wien mit der ÖBB –Habe morgen wichtigen dienstlichen Termin. Unsere jüngere Tochter holt mich ab,
ich freue mich sehr. Dann fahren wir gemeinsam nach Hause, sie muss dann in die Abendschule. Anschließend kommt unsere ältere Tochter, und
dann haben wir auch noch sehr sehr lange besonders nett geplaudert. Abends bringt mir der Chinese was zu Essen, denn zu Hause ist nix, sogar
Kühlschrank und Gefrierschrank sind abgedreht.
13.09.2010
Um 8.30 mein wichtiger Termin. Dann geht’s sofort wieder nach Meidling. Da ich eine Stunde auf den Zug warten muss, sitze ich gemütlich???
in einer Cafeteria draußen mitten auf der Meidlinger Hauptstraße. (sogar telefonieren ist unmöglich)
Nachdem mich Toni um 16.15 von Oberdrauburg abholt gehen wir noch einkaufen. Abends gibt’s heute gegrilltes Fleisch auf der heißen Platte
mit Kartoffelscheiben und grünem Salat.
14.09.2010
Wieder strahlender Sonnenschein und schon 14° um 9.00. So fahren wir gleich nach dem Frühstück los in Richtung Nassfeld. Dort waren wir
zwar schon in diesem Urlaub, allerdings bei Nebel und mit dem Auto. Heute können wir das Nassfeld bei super tollem Wetter auf dem Motorrad
besichtigen. Allerdings müssen wir auch feststellen, dass die Straßen hinauf (von österreichischer Seite) katastrophal sind. Für das, dass dort
oben viele Luxushotels und piekfeine sonstige Häuser stehen!?!!? (Können uns kaum vorstellen, dass der Herr Generaldirektor mit dem
sauteuren Mercedes über diese Straßen in sein Luxushotel fährt!?!?!?)
Am Pass oben machen wir beim Bergsee eine kurze Pause und dann geht’s hinunter Richtung Italien.
Da können wir uns erinnern, dass hier vor 3 Jahren die Straßen sehr schlecht waren, diese wurden aber bis heute großteils erneuert, sodass es
angenehmer zu fahren war als auf österreichischer Seite. In Italien im Tal angekommen fahren wir nun Richtung Udine. Allerdings erkennen wir
bald, dass diese zwar sehr gut ausgebaute Bundesstraße aber sehr langweilig ist. (außerdem sind ständig abwechselnd 30er und 50er
Beschränkungen). So sagen wir unserem Navi 40 km vor Udine, dass wir nun den Plöckenpass retour wollen. So fahren wir dann auch, halten
noch in einer Ortschaft kurz bevor die Passstraße beginnt und besichtigen dort eine sehr schöne Kirche. Dann geht’s wieder hinauf. Weiterhin
wunderbares Wetter. Nach dem Plöckenpass wieder in Österreich kehren wir in die Plöckenhütte ein und stärken uns jeder mit einer
Kaspressknödelsuppe. Danach geht’s nach Kötschach Mauthen retour, beim Billa kaufen wir noch etwas ein und schon um 15 Uhr können wir in
der Sonne Kaffee trinken. Kurz darauf kommt der Campingplatzbesitzer Sepp und sagt uns, dass es heute im Lesachtal eine
Wassermühlenbesichtigung gibt. 4 € pro Person incl. einem Schnaps. So treffen wir mit mehreren anderen Campinggästen um 15.45 an der
Rezeption ein und fahren gemeinsam zu der Mühle. Einen wirklich sehr interessanten Vortrag über Geschichte, Entstehung und heutige
Verwendung der Mühlen können wir nun hören, danach eine Besichtigung vor Ort, das versprochene Stamperl (Obstler) und dann gibt’s auch
noch Speck aus eigener Produktion (des Mühlenbetreibers) zu kaufen. Da können wir auch nicht widerstehen. Um 17.30 sind wir wieder am
Campingplatz und scheint als ob ein Gewitter aufzieht. Flott gehen wir duschen und kochen heute Pasta Asciutta mit Tomatensalat.
Nun ist es 21.38 das Gewitter scheint abgezogen zu sein und es hat draußen 16°. Wetterbericht für morgen ist eher schlecht, na wir werden
sehen.
Motorradkilometer 120
15.09.2010
Unsere „kleine“ Tochter hat heute Lehrabschlussprüfung schriftlich (per SMS wünschen wir ihr alles Gute!!) Diese vielen Wolken von gestern
Abend sind abgezogen- kein Tropfen Regen, so freuen wir uns wieder einmal uns bei Sonnenschein um 9.00 zum Frühstück zu setzen. Danach
schaut es teilweise so aus als zieht es zu, aber wir sehen es positiv und wollen den Tag ausnutzen. Die Goldeck Panoramastraße ist heute unser Ziel.
So fahren wir um 10.00 mit dem Motorrad los in Richtung Hermagor.
10km danach in St. Stefan geht’s nach links über die Windischer Höhe (1110 Hm) über Paternion zum Weißensee Ostufer. Dort halten wir um zu
fotografieren und den See zu bestaunen. Totales Naturschutzgebiet, nur an einzelnen Stellen darf man mit Fahrzeugen zufahren. Nun hat auch
endlich unsere „Kleine“ angerufen, sie meint zwar es ging ihr nicht so gut, aber warten wir mal ab…………
Nun geht’s schon Richtung Goldeck, allerdings haben wir kaum noch Sprit und nirgends finden wir eine Tankstelle. So müssen wir nun bis
Spital/Drau um zu tanken (19km Umweg). Dann geht’s retour zur Panoramastraße, nach der 2.Kehre ist natürlich Maut zu bezahlen (5€) und
schon geht’s los. 14 km durch wirklich sehr schönes Gebiet. Doch oben angekommen müssen wir erkennen, dass die Panoramastraße zwar sehr
schön zu fahren war, doch nun haben die uns das Panorama geklaut. Dicke Wolken hängen am Himmel der Ausblick von oben gleicht in ein
Nebelloch. Außerdem wird es immer kälter. So fahren wir bald wieder retour. Diesmal den etwas kürzeren Weg (ohne Weißensee), es wird nun
auch wieder wärmer und sonniger. Auf der Windischer Höhe gehen wir noch in ein Lokal auf einen Kaffee (ich) und Toni auf ein Bier. Bier war
gut, Kaffee uuuurrrrrrr grauslich. Dort können wir allerdings zuschauen wie bei der Kirche im Ort das Dach erneuert wird ohne Gerüst in
schwindelnder Höhe. Bevor uns nun noch vom zuschauen schwindlig wird fahren wir weiter. Wetter die ganze Zeit ein Mix aus praller Sonne
und Wolken. Zurück über St. Stefan, Hermagor und in Kirchbach bleiben wir noch stehen um Almkäse zu kaufen. Da wir ja von gestern den
Speck haben gibt’s heute eine Brettljause. In Kötschach kaufen wir noch Bauernbrot und um 16.00 sind wir am Campingplatz und können uns
noch draußen in die Sonne setzen. Zu unserer Überraschung kommen uns noch Freunde meiner Eltern besuchen, die auch hier Urlaub machen.
So plaudern wir noch einige Zeit sehr nett und dann um 18.00 übersiedeln wir wieder ins Zelt da es schon frisch wird. Wir erfreuen uns an
unserer Kärntner Brettljause und schauen dann noch etwas fern. Rundherum sind extreme dunkelschwarze Wolken aber noch trocken. Jetzt
(21.15) hat es 16,6°.
Motorradkilometer 212
16.09.2010
Meine Mutti hat heute ihren 67. Geburtstag. Natürlich wird bald nach dem Frühstück gratuliert!!!! Jetzt ist die versprochene Schlechtwetterfront
da. Es hat die ganze Nacht geregnet und tut es noch immer. So machen wir heute einen ganz besonders faulen Relaxtag.
Nur Toni, der muss Vormittag noch einkaufen fahren, da nun mehrere Lebensmittel ausgehen.
Anschließend verbringen wir den total verregneten Tag im warmen Wohnwagen mit Lesen und Computern. Heute werden gleich die
Ansichtskarten für unsere Lieben gemacht. Abends grillen wir wieder einmal.
17.09.2010
Die Schlechtwetterfront ist hartnäckig, genauso wie es der Wetterbericht versprochen hat. Aber wir haben für heute ein
Schlechtwetterprogramm.
So frühstücken wir sehr ausführlich und um 11.00 fahren wir los. Das Schaubergwerk terra mystica in Bad Bleiberg ist unser Ziel.
80km Anfahrtsweg (Bad Bleiberg ist kurz vor Villach) Um 12.20 sind wir dort. Da erst um 13 Uhr die nächste Einfahrt ist besichtigen wir vorher
noch zwei Museen im Obergeschoss. Zuerst das Montanmuseum (über 700 Jahre Bergbaugeschichte) und dann das Terra Humoristika.
Das ist Österreichs größte Sammlung von künstlerisch wertvollen, filigranen modellierten Gestalten aus Keramik, immer amüsante Charaktere
in verschiedenen Lebenssituationen. Um 13 Uhr geht’s los. Wir müssen Schutzbekleidung wegen der Feuchtigkeit überziehen (Hose und Jacke)
und einen Schutzhelm. Nun sehen wir besonders lustig aus. Der Stollen von Bad Bleiberg wurde 1993 geschlossen und zu einem sensationellen
Schaubergwerk umgebaut. Auf der 68m langen Bergmannsrutsche (längste von Europa) tauchen wir in die Wunderwelt unter Tage.
8 Grad hat es unter der Erde, (allerdings oben heute auch!) Sieben Zechen (=Räume im Bergwerk) mit faszinierenden Multimediashows über die
Entstehung der Erde, das Reich der Unterwelt, dem Wunderheiler Paracelsus und eine im Jahr 2000 original nachgebauten
Wasserradfördermaschine aus 1831 können wir nun bestaunen. Danach gibt es eine Grubenbahnfahrt 800 m zurück zum Schachtaufzug und von
dort mit diesem wieder 49m in die Höhe. 2 Stunden hat es gedauert und war wirklich seinen Preis wert. (16€ pro Person)
Nun fahren wir bei strömenden Regen wieder retour zum Campingplatz. Riesige Lacken sind inzwischen überall. Wir sind sehr froh eine Plane
unter unserem Zeltteppich zu haben. So spürt man zwar teilweise das „Gwatsch“, aber nichts geht durch. Abends kochen wir heute ein Gröstl, da
wir von gestern noch gegrilltes Fleisch haben.
Wetterbericht verspricht ab morgen Nachmittag wieder schön zu werden. Na das hoffen wir sehr. Momentan regnet es ununterbrochen. Aber wir
haben es trotzdem sehr gemütlich.
18.09.2010
Schon in der Früh hält der Wetterbericht was er verspricht. Schon beim Aufstehen kämpfen sich einzelne Sonnenstrahlen durch den Nebel und
die noch dichten Wolken durch. Zu Mittag haben die Sonnenstrahlen gewonnen, so fahren wir mit dem Motorrad los in Richtung Hermagor.
Kurz davor biegen wir nach rechts in Richtung Eggeralm. Ca. 10km geht’s nun bergauf. Sehr kurvenreich und eng und insgesamt 14 Spitzkehren
müssen wir befahren dann sind wir am Parkplatz auf 1300 Hm. Recht kühl ist es hier. Wir lassen unser Motorrad stehen und marschieren zur
Eggeralm. Sehr viele einzelne Holzhäuser stehen da herum und mittendrin ein sehr kleines schönes Kircherl in der Höhe. Dieses schauen wir uns
natürlich an und danach gibt’s bei einem kleinem Almwirt für jeden einen Apfelsaft gespritzt und ein Brot mit „Verhackertem“ und da können
wir sogar draußen in der Sonne sitzen. Dann marschieren wir wieder zu unserem Motorrad zurück und fahren dieselbe Strecke retour. Dann noch
kurz ins Zentrum von Hermagor, doch dieses ist (am Sonntag) wie ausgestorben. Nun geht’s retour zum Campingplatz, seit wir vom Berg unten
sind ist es auch wieder sehr warm. Am Campingplatz angekommen knallt die Sonne vom Himmel, so räumen wir gleich die Sessel hinaus und
trinken Kaffee. Nun hat Toni noch nicht genug und fährt noch durchs Lesachtal, ich liege währenddessen in der Sonne und genieße das sehr.
Toni kommt um 18 Uhr zurück und nachdem wir nun auch noch duschen waren gibt’s eine selbst gemachte Pizza in unserem Gasgriller.
Motorradkilometer 95
und Toni +90 dazu
19.09.2010
Heute mache ich „motorradfrei“. So startet Toni alleine um 9.00 und fährt über den Plöckenpass-Italien-Kreuzbergsattel-Silian-Lesachtal
(genauere Route beschreibe ich morgen, denn da wollen wir diese gemeinsam fahren).
Ich fahre gleich in der Früh mit dem Rad in den Ort um mir Lesestoff zu besorgen. Am Weg dorthin denke ich mir ich werde gleich für die
nächsten Tage einkaufen, denn nur für heute haben wir noch etwas zu essen. Das erledige ich auch und als ich wieder mit prall gefülltem
Rucksack am Campingplatz war, fällt mir ein dass ich nichts zum Lesen gekauft habe. Also nochmals runter. Um 12.00 habe ich dann alles
erledigt und style mich zum Nordic Walking. Gleich in der Nähe des Campingplatzes sehe ich eine Abzweigung für mountain Biker auf den
Berghof Voregg (es steht 1 Stunde) Da ich aber weiß mit dem Rad bergauf geht’s etwa gleich schnell wie zu Fuß (4km/H) entscheide ich mich
dort hinaufzuwalken. Unzählige viele Kurven marschiere ich nun alles natürlich bergauf, und nach knapp einer Stunde denke ich mir eigentlich
habe ich genug, da ich aber soooo großen Durst habe (und nix mit) will ich auf diesen Berghof um mir etwas zu trinken zu kaufen. Das war nun
große Motivation, denn nach jeder Kurve denke ich mir, wenn nicht nun endlich dieser Berghof kommt drehe ich um. Inzwischen habe ich schon
Watte im Mund- warum habe ich nix zu trinken mit? – aber eigentlich wollte ich ja auch nicht auf den Berg!!! So nun kann ich den Berghof
endlich sehen, aber noch 4 lang gezogene Serpentinen. Strahlend schönes Wetter aber dadurch ist mir auch schon sehr heiß. Und der Durst ist
wahnsinnig. So nun ist es soweit, die Abbiegung zum Berghof. Doch dann stand ER da. ER ist ein Stier und schaut mich bitterböse an. Also
muss ich erkennen, dass es nichts zum Trinken gibt, denn da traue ich mich niemals vorbei. Wenigstens will ich mich ein bisserl ausrasten. Doch
es gibt nur ein Bankerl weit und breit und das steht neben IHM. So gehe ich retour, raste kurz auf der Wiese und gehe kurz danach weiter in
Richtung Kötschach. Zum Glück hat die Sonne nun etwas gedreht, daher ist der Weg teilweise schattig und mir ist nicht mehr so heiß. Als ich
wieder unten war, war es sehr deprimierend zu lesen, dass eine Strecke nur 4km waren, (ich dachte an 15!!!!!) so war ich nach 2 ½ Stunden
wieder am Campingplatz und habe in einer halben Stunde eine Flasche Mineral leer getrunken. Um 16 Uhr war dann auch schon Toni da, wir
haben in der weiterhin prallen Sonne Kaffee getrunken und dann hat er Siesta gemacht und ich gelesen.
Heute Abend gibt’s Penne mit aglio olio.
Motorradkilometer 230 (nur Toni)
20.09.2010
Heute sind (wie schon gestern geplant) die Dolomiten unser Ziel. So fahren wir wieder einmal bei strahlendem Sonnenschein los.
Gleich von Kötschach Mauthen über den Plöckenpass (Passo di Monte Croce Carnico) und hinunter nach Italien (Friaul). Durch Paluzza,
Ravascletto, Rigolato und Forni Avoltri danach verlassen wir Friaul und fahren nach Veneto (bis hierher war Italien sehr „arm“ und „hässlich“-
nun wird’s „schöner“ und „reicher“). Wir fahren durch Sappada (1250 Hm- nun sind lauter Wintersportorte erkennbar), San Pietro, San Nicolo,
Comelico Superiore und nun noch höher hinauf auf den Kreuzbergpass (Passo di Monte croce 1636 Hm). Dann fahren wir durch Südtirol wieder
hinunter nach Silian und somit sind wir wieder in Osttirol. Am Hauptplatz von Silian halten wir wie schon öfters und kehren in einem
Kaffeehaus ein. Die ganze Strecke fahren wir heute ausschließlich Bergstraßen, unzählige Kurven und in jedem Bundesland nur strahlender
Sonnenschein. Sehr viele Fotos der wirklich beeindruckenden Dolomiten können wir machen. Den Heimweg wählen wir diesmal durchs
Lesachtal, das wir ja schon einige Male gefahren sind aber noch nie bei sooo schönem Wetter. Einige Male halten wir noch an um auch das
Lesachtal bei Sonnenschein fotografisch festzuhalten. Dann fahren wir noch hinauf zu diesem Berghof, wo ich mich gestern wegen des Stiers
nicht hingetraut habe.
Und was muss ich sehen. Dieser hat sowieso geschlossen, also hätte ich gestern gar nix zu trinken bekommen. Aber da man von hier aus eine
tolle Aussicht über das Gailtal hat, fotografieren wir noch.
Um 16.30 sind wir wieder am Campingplatz und sitzen noch bis zum Sonnenuntergang draußen. Abends werden Bratwürste und Halumi
gegrillt.
Motorradkilometer 230
21.09.2010
Den heutigen Tag (schon wieder nur Schönwetter) keine Wolke den ganzen Tag am Himmel verbringen wir getrennt. Toni fährt mit dem
Motorrad schon zeitig los und ich ohne Motor mit dem Fahrrad etwas später. Toni fährt über den Gailbergsattel nach Oberdrauburg, Dellach im
Drautal, Greifenburg, Spital/Drau nach Gmünd/Kärnten.
Und von dort auf die Malta Panoramastraße (Maut 8,50€), wieder hinunter und weiter nach Kremsbrücke.
Von dort über die Nockalm Panoramastraße (Maut 8,00€) nach Bad Kleinkirchheim, Radenthein, Millstatt, Spital/Drau nach Paternion.
Weiter über die Windische Höhe und Hermagor zurück nach Kötschach Mauthen.
Ich währenddessen fahre mit dem Fahrrad durch Kötschach Mauthen rauf und runter weil ich noch immer auf der Suche nach einem Stamperl
aus Kötschach bin. Nachdem ich nun wirklich jedes Gasserl dieses Ortes abgefahren bin, gehe ich in ein Geschäft und frage nach einem
Souvenirladen. Die sehr nette Dame erklärt mir, dass vor einem Jahr in Kötschach alle Betriebe die Souvenirs verkauften dieses eingestellt
haben, weil keine Nachfrage war. Na da habe ich mich aber dann schön aufgeregt, und dieser Dame erklärt, dass ich nun seit 5 Jahren Stamperln
aus jedem Urlaubsort sammle und zum ersten Mal keines bekomme. Dann war ich noch gleich etwas einkaufen, und danach bin ich mit dem
Fahrrad die Gail entlang gefahren in Richtung Lesachtal. Nach einer Stunde wurde aber das Gefälle immer steiler und steiler und die Temperatur
immer heißer und heißer, so habe ich umgedreht, alles wieder retour und über Kötschach wieder zurück. Den Rest des Nachmittags konnte ich
wieder in der Sonne verbringen und als Toni auch kommt freue ich mich besonders, denn er hat mir ein Stamperl von der Malta Panoramastraße
mitgebracht. Heute abends grillen wir die Reste von gestern mit Bratkartoffeln und Salat.
Motorradkilometer 285 (nur Toni)
22.09.2010
Unser letzter Tag vor dem Abbau. Wieder strahlend blauer Himmel und schon in der Früh keine Wolke zu sehen. So fahren wir um 10 Uhr mit
dem Motorrad nach Lienz. Wie schon öfters über den Gailbergsattel, durch Oberdrauburg, Nikolsdorf, Dölsach und Debant bis Lienz.
Dort parken wir in der Altstadt, und marschieren durch diese durch. Natürlich gibt’s nun hier ein Stamperl und nachdem uns beim
Herummarschieren in der Motorradkluft schon sehr heiß ist fahren wir weiter. Wir wollen auf den Felbertauern (einiger der wenigen befahrbaren
Berge der uns in dieser Region noch fehlt). So geht’s zuerst nach Matrei (eher sehr unangenehme Bundesstraße) und von dort hinauf zum
Felbertauern. Sehr gut ausgebaute Straße und wieder einmal sind sehr viele Motorräder unterwegs. Mehrmals sind Baustellen, doch diese sind mit
Ampeln (wegen einspurigem Gegenverkehr) sehr gut abgesichert. Vor der Mautstelle des Felbertauerntunnels (1500 Hm) fahren wir aber dann
an einen Parkplatz und genießen diesen tollen Ausblick und diese gigantische Bergwelt (im Rücken die Dolomiten und nach vorne die Tauern).
Durch den Tunnel der 5km lang ist und in Mittersil endet, beschließen wir nicht zu fahren. Tunnel fahren mit dem Motorrad ist total
unangenehm und außerdem sind es 8€ Maut. So fahren wir lieber noch 2 km weiter zum Matreier Tauernhaus, können wunderschön draußen sitzen,
alle Berge zum Angreifen nahe und erfreuen uns an einer Speckplatte mit Kren und Brot und zwei Apfelsäften um 8,50. War schöner als Tunnel
fahren und der gleiche Preis!! Dann schauen wir uns hier noch einen Streichelzoo mit Schafen, Ziegen, Hasen, e.t.c. e.t.c. an, und machen uns
ca. um 14 Uhr auf den Heimweg. Den gleichen Weg über Matrei, Lienz, Oberdrauburg, den Gailbergsattel (da ist mir nun schon jeder Kurve
sehr vertraut) und nach Kötschach. Gleich müssen wir noch die Sonne ausnützen, also schnell die Sesseln und Tisch hinaus und Kaffee gekocht.
Abends gibt’s heute Wurstsalat.
Motorradkilometer 180
23.09.2010
Eigentlich wollten wir erst morgen, am Samstag abbauen, da aber der Wetterbericht nur mehr für heute so gut ist, haben wir einen Tag
vorverlegt, denn das schönste für einen Camper am Ende des Urlaubs ist es, das Zelt trocken in die Zeltkiste zu bringen. Da opfert jeder gerne
einen Tag.
So beginnen wir auch gleich nach dem Frühstück mit den vielen diversen Aufräumungsarbeiten, Reinigungsarbeiten, Verladearbeiten e.t.c. e.t.c.
Das gehört einfach zum Campen dazu, schließlich wollen wir ja beim nächsten Mal wieder alles sauber verwenden können. Vorläufig ist es
trocken, teilweise sonnig, jedoch sind ständig „böse“ Wolken sichtbar. Daher sind wir besonders flott. Jedoch bleibt es den ganzen Tag trocken
und so können wir nachmittags noch die Sonne genießen. Jedoch ziehen weiterhin teilweise dunkelschwarze Wolken herum. Um 18.00 gehen
wir am Campingplatz zum „Müllwirt“ essen. Beide essen wir eine Knoblauchcremesuppe und dann Toni einen Grillteller und ich Folienkartoffel
mit Speck und Zwiebel sowie Salat. War sehr gut. Danach sitzen wir noch bis 20.45 draußen und trinken ein oder ich glaube zwei Gläser Wein.
Es hat zwar nur mehr 13° aber wir sind warm angezogen und genießen unseren letzten Abend. Dann wechseln wir in den Wohnwagen und kaum
sind wir drinnen fängt es zu schütten an, darüber freuen wir uns ganz besonders, denn wir haben ALLES trocken eingepackt.
Jetzt kann es regnen was es will, wir gehen jetzt schlafen.
Gesamte Motorradkilometer in diesem Urlaub:
TONI 2277km
ICH 1512km
Ein schöner Urlaub
geht zu Ende
unter dem Motto:
„Wir sind Camper mit Wagen und Zelt, lieben das Leben, was kostet die Welt“